12
Februar
2016
|
00:00
Europe/Amsterdam

Mercedes-Banker bauen Notunterkunft für Flüchtlinge aus

  • 110 Mitarbeiter der Mercedes-Benz Bank setzen sich für Flüchtlinge ein
  • Mit 880 Stunden Arbeitszeit und finanziellen Mitteln unterstützt die Autobank das Flüchtlingszentrum der Berliner Stadtmission in Spandau
  • Nach dem Umbau kann die Unterkunft mehr Flüchtlinge aufnehmen als bisher

Berlin, 12.02.2016 – Die Integration von Flüchtlingen ist eine der größten Herausforderungen für Europa – nicht nur für Politik und Wirtschaft, sondern für jeden Einzelnen. Mehr als eine Million Flüchtlinge sind im vergangenen Jahr in Deutschland angekommen und in Notunterkünften untergebracht worden. Eine davon hat die Berliner Stadtmission im vergangenen Oktober kurzfristig in der Hakenfelder Mertensstraße im Bezirk Spandau eingerichtet. Bislang leben dort 1.000 Flüchtlinge, in Zukunft sollen bis zu 2.000 Platz finden. Beim Ausbau der einstigen BAT-Zigarettenfabrik greifen 110 Mitarbeiter der Mercedes-Benz Bank der Berliner Stadtmission unter die Arme. Die Autobanker verbringen einen Arbeitstag beim sogenannten „European Refugee Help Day“ im Flüchtlingsheim. Sie bauen Betten für die neuen Bewohner auf, bringen Farbe in die Räumlichkeiten und installieren eine Lautsprecheranlage. Bei einem gemeinsamen Mittagessen können sich die Flüchtlinge und Mitarbeiter der Mercedes-Benz Bank kennenlernen und austauschen.

„Das Engagement der Mercedes-Benz Bank Mitarbeiter ist vorbildlich. Nur wenn alle anpacken, können wir die Flüchtlingshilfe stemmen. Die Zusammenarbeit aus Verein und Unternehmen ist ein beispielhafter Beitrag im Bezirk“, sagt Helmut Kleebank, Bezirksbürgermeister Berlin Spandau. Stadtmissionsdirektor Joachim Lenz: „Die Ankömmlinge in den Notunterkünften haben auf ihrem Weg oftmals Schreckliches erlebt. Mit vereinten Kräften von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Mercedes-Benz Bank und der Stadtmission können wir die Situation der Flüchtlinge in Spandau entspannen und vieles tun, damit es ihnen an Leib und Seele gut geht.“

Insgesamt 880 Arbeitsstunden stecken die Mitarbeiter der Mercedes-Benz Bank in den Ausbau des Spandauer Flüchtlingszentrums. 80 von ihnen arbeiten beim Mercedes-Benz Bank Service Center in Berlin, weitere 30 reisen extra aus den Ländergesellschaften in Polen, der Slowakei und der Tschechischen Republik an, um an diesem Tag mit anzupacken. Darüber hinaus unterstützen die Autobanker den Ausbau mit einer Spendensumme für Materialien und notwendige Anschaffungen.

„Flüchtlingshilfe entspricht den Unternehmenswerten der Mercedes-Benz Bank ‚Vielfalt‘ und ‚soziale Verantwortung‘. Wir möchten eine Willkommenskultur und ein soziales Miteinander unterstützen. In der Belegschaft gibt es eine große Hilfsbereitschaft, die von Unternehmensseite gefördert wird. Die Mercedes-Benz Bank ist stolz auf ihre Mitarbeiter, die ihre Zeit und ihre Fähigkeiten in die Arbeit für gemeinnützige Organisationen investieren“, sagt Tom Schneider, Geschäftsführer des Mercedes-Benz Bank Service Centers.

Flüchtlingshilfe bei Daimler
Hilfe für Flüchtlinge ist bei Daimler über alle Geschäftsfelder hinweg ein großes Thema. Daimler hat im vergangenen Jahr zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit und Jobcentern ein Brückenpraktikum für Flüchtlinge gestartet, bei dem die Teilnehmer praktische Grundkenntnisse zur Arbeit in der Industrieproduktion erlernen und jeden Tag einen Deutschkurs besuchen. Im ersten Halbjahr 2016 werden mehrere hundert Flüchtlinge und Asylbewerber in verschiedenen Mercedes-Benz Werken an Brückpraktika teilnehmen. Zusätzliche Brückenpraktika sind für das zweite Halbjahr in Planung. Neben der beruflichen Integration und der Bereitstellung von finanziellen Mitteln unterstützt Daimler auch zahlreiche Hilfsaktionen und Aktionstage der Mitarbeiter an den Standorten weltweit.

Soziales Engagement von Daimlers-Finanzsparte
Seit 2006 engagiert sich Daimler Financial Services mit „Day of Carings“ weltweit für gemeinnützige Projekte in unmittelbarer Nachbarschaft der Standorte. Mitarbeiter werden einen Tag lang von der Arbeit frei gestellt, um sich gemeinsam mit Kollegen für ein soziales Projekt einzusetzen. In Berlin haben sie zum Beispiel im Oktober 2015 die „Gärtnerei“, ein Bildungs- und Integrationsprojekt für Flüchtlinge in Berlin-Neukölln, mit Arbeitskraft und finanziellen Mitteln unterstützt. Am historischen Jüdischen Friedhof in der Schönhauser Allee haben sie Vegetations- und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Darüber hinaus besteht eine langfristige Kooperation der Mercedes-Benz Bank mit der Helene-Haeusler-Schule für Kinder und Jugendliche mit Behinderung in Berlin-Pankow und mit C/O Berlin, dem Forum für Fotografie im Amerika-Haus, zur Förderung des „Teens“-Jugendbildungsprogramms.

Über die Berliner Stadtmission
Gegründet wurde die Berliner Stadtmission am 9. März 1877 auf Veranlassung der Evangelischen Kirche, um in Berlin Menschen geistlich zu betreuen und akute Not zu lindern. Stadtmissionare begegneten tatkräftig den Nöten der Menschen. Sonntagsschulen für Kinder wurden gegründet, damit sie am Sonntag mit Leib und Seele im Mittelpunkt stehen konnten. „Schrippenkirchen“ waren Andachten mit Frühstücksschrippen, um den Hunger vieler arbeitsloser Menschen zu stillen. In der Mitternachtsmission kümmerten sich Mitarbeiter um Prostituierte, die meist in verheerenden Abhängigkeiten leben mussten.

Die Arbeit der Berliner Stadtmission hat sich stetig den Bedürfnissen der Menschen gestellt und beschreitet immer wieder neue Wege. In den Wintermonaten rettet die Kältehilfe der Berliner Stadtmission Menschenleben. Der Kältebus® sucht nach hilflosen Obdachlosen und bringt sie zu einer sicheren Notübernachtung. Nach Kilometern gerechnet, hat der Kältebus in 20 Jahren fünf Mal die Erde umrundet. Eine Ambulanz versorgt Obdachlose, die meist große Schmerzen ertragen und oft lebensbedrohlich erkrankt sind. In den Winterspielplätzen der Berliner Stadtmission spielen Krabbelkinder in den Gemeinderäumen, während die Eltern über Gott und die Welt reden. Kinder und Jugendliche können mit der Berliner Stadtmission ihre Ferien verbringen. Besonders Kinder, die noch nie verreist waren, sind darüber glücklich.Gottesdienste im Hauptbahnhof, zum Beispiel in der Osternacht, auf einem Ausflugsdampfer oder ein Musik-Flashmob im Kaufhaus sind typisch für die Stadtmission und finden immer mehr Aufmerksamkeit. Seit vielen Jahren engagiert sich die Berliner Stadtmission für Flüchtlinge aus aller Welt, die in Berlin Zuflucht gefunden haben. Zurzeit werden in vier Einrichtungen fast 2.000 Flüchtlinge versorgt. Mehr unter www.berliner-stadtmission.de