23
März
2015
|
00:00
Europe/Amsterdam

Mercedes-Benz Bank fährt auf Wachstumskurs

  • Neugeschäft Leasing und Finanzierung wächst 2014 um 8 Prozent auf neue Bestmarke von 9,9 Milliarden Euro
  • Fuhrparkmanagement und Gebrauchtwagengeschäft verzeichnen die höchsten Zuwächse
  • Vorstandsvorsitzender Franz Reiner: „Aus Autobanken werden zunehmend Mobilitätsbanken. Für viele Kunden gewinnen umfassende Mobilitätskonzepte rasant an Bedeutung.“
  • Am Sitz der Bank auf dem Stuttgarter Pragsattel entstehen neue Arbeitsplätze und ein neuer Finanz-Campus

Stuttgart, 23.03.2015 – Die Mercedes-Benz Bank wächst weiter. Im weitgehend gesättigten deutschen Automarkt konnte sie 2014 mit einem Plus von 8 Prozent im Neugeschäft auf die Bestmarke von 9,9 Milliarden Euro noch stärker zulegen als der Fahrzeugabsatz. Mehr als 790.000 Pkw, Vans, Lkw und Busse im Volumen von 18,7 Milliarden Euro zählt die Autobank zum Jahresende in ihren Büchern – so viel wie nie zuvor. Damit steigert der Finanzdienstleister auch seine Marktpräsenz: Mehr als jedes zweite Daimler-Fahrzeug, das in Deutschland neu zugelassen wird, kommt mit einem Leasing- oder Finanzierungsvertrag der Mercedes-Benz Bank auf die Straße. In Summe hat die Bank auch 2014 einen signifikanten Beitrag zum operativen Gewinn (EBIT) von Daimler Financial Services geleistet, der bei 1,4 Milliarden Euro liegt. Franz Reiner, Vorstandsvorsitzender der Mercedes-Benz Bank und zugleich im Vorstand von Daimler Financial Services verantwortlich für Europa, blickt zuversichtlich nach vorne: „Wir sind gut aufgestellt, um nach dem Rekordjahr auch in den kommenden Jahren weiter profitabel zu wachsen. Durch unser Invest in neue IT-Systeme werden wir dieses Wachstum noch effizienter als bisher abwickeln können. Gleichzeitig werden neue Arbeitsplätze entstehen.“

Starke Refinanzierungsbasis und historisch niedrige Kreditausfallquote
2014 hat die Mercedes-Benz Bank eine Verbriefung von Autokrediten in Höhe von rund einer Milliarde Euro vorgenommen, die am Markt zu sehr guten Konditionen schnell vergriffen war. Zusammen mit dem Einlagevolumen aus dem Direktbankgeschäft in Höhe von 10,8 Milliarden Euro (-4%) verfügt die Bank über eine komfortable Refinanzierungsbasis für ihre Fahrzeugkredite. Die Kreditausfallquote liegt unter 0,3 Prozent auf den gesamten Vertragsbestand gerechnet und ist damit auf historisch niedrigem Niveau.

Wachstumstreiber Fuhrparkmanagement und Gebrauchtwagengeschäft
Die höchsten Zuwächse verzeichnete die Autobank im vergangenen Jahr beim Fuhrparkmanagement für gewerbliche Kunden und im Privatkundengeschäft mit Gebrauchtwagen. Das Fuhrparkmanagement für Pkw- und Nutzfahrzeugkunden, das über die Tochtergesellschaften Daimler Fleet Management und Mercedes-Benz CharterWay betreut wird, legte mit 27 Prozent stark zu. Das Gebrauchtwagengeschäft mit Privatkunden wuchs um 13 Prozent. Heute ist der Anteil der über die Mercedes-Benz Bank finanzierten Gebrauchtwagen im Markenhandel noch deutlich unter dem der Neuwagen. Mit dem Ausbau des Angebotes, insbesondere um Versicherungen und Garantieverlängerungen, plant die Bank eine wesentliche Steigerung des Gebrauchtwagengeschäfts.

Trend zu flexiblen Mobilitätskonzepten
Franz Reiner sieht bei den Kunden zwei große Trends, entlang derer man künftig das Geschäft in den Autobanken ausrichten wird. Ein Trend geht vom Fahrzeugbesitz zur Fahrzeugnutzung. Immer mehr Kunden verlangen anstelle eines klassischen Ratenkredits flexible Leasing- und Mietlösungen, die sich an ihre jeweilige Lebens- oder Geschäftssituation anpassen. Das zeigt sich bei der Mercedes-Benz Bank an hohen Zuwachsraten beim Leasing (+8%) und der Drei-Wege-Finanzierung (+17%), bei der man sein Fahrzeug wie beim Leasing am Vertragsende zum garantierten Restwert an den Händler zurückgeben kann. Ein weiterer Indikator ist der Erfolg im Mietgeschäft. Seit zwei Jahren ist die Mercedes-Benz Bank mit ihrer eigenen Autovermietung Mercedes-Benz Rent am Markt. Inzwischen ist das Mietangebot europaweit an 282 Niederlassungen und Händlerstandorten präsent und wird weiter ausgerollt. 2014 haben die Kunden für insgesamt 650.000 Tage (+44%) einen Pkw mit Stern gemietet und dabei rund 55 Millionen Kilometer zurückgelegt.

Mercedes-Benz Bank entwickelt sich zur Mobilitätsbank
Trend Nummer zwei geht noch weiter: „Wir stehen vor einem Paradigmenwechsel, aus Autobanken werden zunehmend Mobilitätsbanken. Für viele Kunden gewinnen umfassende Mobilitätskonzepte rasant an Bedeutung“, so Reiner. Wenn man die Produkte der Mercedes-Benz Bank mit Daimlers Mobilitätsangebot ‚moovel‘ verknüpfe, entstünden daraus hochflexible Konzepte zur Fahrzeugnutzung und telematikbasierten Abrechnung. So hat die Mercedes-Benz Bank bereits heute mit dem Angebot „B flexible Package“ für die B-Klasse Electric Drive diverse Mobilitätslösungen in einer Leasingrate gebündelt. Kunden mit einer elektrischen B-Klasse können für 15 Tage im Jahr, etwa für längere Urlaubsfahrten, auf einen beliebigen Mercedes-Benz Pkw über das konzerneigene Mietangebot Mercedes-Benz Rent umsteigen. Zusätzlich können über eine monatliche Gutschrift Dienste wie car2go oder Taxifahrten genutzt werden. Neben Carsharing und Taxidiensten lasse sich zukünftig auch der öffentliche Nahverkehr mit der Fahrzeugfinanzierung verknüpfen, erklärt Reiner.

Neubau und neue Arbeitsplätze auf dem Stuttgarter Pragsattel
Als Motor und größte Ländergesellschaft treibt die Mercedes-Benz Bank auch das Europageschäft an. Das Wachstum sowie die europaweite Investition von rund einer halben Milliarde Euro bis 2018 in neue IT und einheitliche Prozesse führen dazu, dass auch die deutsche Belegschaft der Autobank wächst: Allein im vergangenen Jahr um insgesamt 140 auf 1.670 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit dem Spatenstich am 9. März 2015 für ein neues Verwaltungsgebäude auf dem Stuttgarter Pragsattel wird das Wachstum der Mercedes-Benz Bank und ihrer Muttergesellschaft Daimler Financial Services auch nach außen sichtbar. Das sechsstöckige Gebäude soll bis Anfang 2017 bezugsfertig sein und wird bis zu 600 Mitarbeitern Platz bieten.